Förderfähig können unter anderem sein:
- Energieeffizienz in Produktionsprozessen: Optimierung oder Umstellung von Anlagen und Verfahren zur Reduzierung des Energieverbrauchs.
- Ressourceneffizienz und Materialeinsparung: Maßnahmen, die den Verbrauch von Rohstoffen und Materialien senken oder Ressourcenverluste vermeiden.
- Abwärmenutzung: Investitionen zur Erfassung, Aufbereitung und Nutzung von Prozessabwärme.
- Erneuerbare Prozesswärme: Vorhaben zur Bereitstellung und Nutzung von Prozesswärme aus erneuerbaren Energien.
- Elektrifizierung von Prozessen: Ersatz fossiler Energieträger durch elektrische oder erneuerbare Lösungen.
- Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik: Investitionen in Sensorik, Energiemanagement und technische Systeme zur besseren Steuerung von Energie- und Ressourcenverbräuchen.
Auch komplexe Kombinationen mehrerer Effizienzmaßnahmen können Teil eines Vorhabens sein, sofern die erwarteten Einsparungen nachvollziehbar ermittelt und dem Projekt eindeutig zugeordnet werden können.
Was im Wettbewerb entscheidetDie Förderquote von bis zu 60 % ist eine Obergrenze – sie allein entscheidet nicht über die Förderzusage. Unternehmen legen innerhalb dieses Rahmens selbst fest, welche Förderquote sie beantragen. Bewertet wird insbesondere, wie viel Treibhausgasemissionen mit der beantragten Förderung eingespart werden können.
Damit rückt die Fördereffizienz in den Mittelpunkt:
THG-Einsparung pro beantragtem Fördereuro.
Ein wirtschaftlich gut kalkuliertes Projekt mit hoher Einsparwirkung kann dadurch eine bessere Ausgangsposition erreichen als ein Projekt, das lediglich eine möglichst hohe Fördersumme beantragt.
Zweistufig zur FörderungDer Weg zur Förderung beginnt bereits vor dem eigentlichen Antrag. Das Verfahren ist in zwei Stufen aufgebaut:
01 | Projektskizze
Zunächst wird eine formgebundene Skizze beim Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik eingereicht. Dabei werden die grundsätzliche Antragsberechtigung und die Förderfähigkeit des Vorhabens geprüft. Skizzen können laufend und auch außerhalb geöffneter Wettbewerbsrunden eingereicht werden.
02 | Förderantrag und Wettbewerb
Nach positiver Bewertung der Skizze kann der vollständige Antrag während einer geöffneten Wettbewerbsrunde über easy-Online eingereicht werden. Zentrales Dokument ist das Einsparkonzept, in dem Ausgangssituation, geplante Investitionen sowie die erwarteten Energie-, Ressourcen- und THG-Einsparungen nachvollziehbar dargestellt werden.
Wichtig: Mit dem Vorhaben darf vor der Antragstellung noch nicht begonnen worden sein. Insbesondere der Abschluss eines der Umsetzung zuzurechnenden Liefer- oder Leistungsvertrags kann bereits als förderschädlicher Vorhabenbeginn gelten.